Blog 4 (31.01.-06.02.2022)

Hallo ihr Lieben,

ich bin in eine neue, sehr warme Woche gestartet. Wir hatten bis zu 30 Grad. Es ist sehr stickig und weder draußen noch drinnen so richtig auszuhalten, denn sowas wie Isolierung gibt es in Kapstadt sehr selten.

Am Montag, den 31.01., habe ich wieder im Kostümfundus gearbeitet. Im Moment steht Aufräumen, Beschriften und Einlagern von Kostümen und Kleidung an, die selten benutzt werden.                                                                                                              Die Kostüme für die Performance im Februar sind endlich fertig und sie sind richtig schön geworden. Anfangs war es für mich noch sehr unwirklich, wie es am Ende aussehen wird, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Kostüme auf der Bühne machen werden. Leider weiß ich nicht, ob ich davon ein Bild hier in meinem Blog einfügen darf, aber ich werde es mal in Erfahrung bringen. Sie sind so schön, ich würde euch gerne daran teilhaben lassen. Später am Tag ist eine weitere Freiwillige angekommen, wir haben uns zusammen mit ihr und unserem Mentor getroffen und sie willkommen geheißen.

Lower Main Road

Vom Dienstag, den 01.02., gibt es nicht viel zu berichten. Ich bin das erste Mal allein mit Uber zur Arbeit gefahren. Der Tag war sehr entspannt und die Temperaturen waren super angenehm, denn das Wetter hat umgeschlagen. Am Wochenende zuvor war es mit über 30 Grad so heiß, da waren die 21° C wesentlich angenehmer und eine gute Abwechslung.

Es hat am 02.02. den ganzen Tag über geregnet. Was ein schwankendes Wetter es hier doch auch ist. Auf der Arbeit haben wir ein Haufen Schuluniformen durch sortiert. Außerdem ist eine neue Praktikantin/ Mitarbeiterin aus den USA angekommen. Das Team wird immer größer und es kommen immer öfter einige neue Leute dazu. Genau das macht die Arbeit spannend und ich kann viele neue Kontakte über die Arbeit knüpfen.

Der nächste Tag, den 03.02., war wieder verregnet in Kapstadt. Aber mal abgesehen vom Wetter ist das Obst hier einfach himmlisch! Ich könnte davon den ganzen Tag essen und hier auch relativ billig. Es ist im Moment Weintraubenzeit, auch Mangos und Ananas sind reif, also esse ich sehr viel Obst. Das bedeutet aber auch, dass demnächst eine Weinprobe ansteht, denn der Wein hier soll sehr gut sein. Ich bin gespannt und werde euch davon berichten.

Freitag, den 04.02., habe ich das erste Load shedding hier gehabt auf der Arbeit. Das bedeutet, in mehreren Vierteln wird der ganze Strom abgeschaltet. Dadurch funktioniert keine Steckdose oder Licht, am Anfang war das sehr ungewohnt. Nach der Arbeit sind Lola und ich zusammen einkaufen gegangen, denn am Abend sind die anderen Freiwilligen zu Besuch gekommen. Wir haben im Dunkeln ohne Strom Chakalaka gekocht. Im Haus haben wir einen Gasherd, das ist echt praktisch, sodass wir auch ohne Storm kochen können. Ich weiß nicht, wie ein traditionelles Chakalaka aus Südafrika schmeckt, aber unser selbstgemachtes war lecker.

Am Wochenende, 05.02., hat sich das Wetter schlagartig geändert und es wurden über 30° Grad. Ich bin zu Dance for All gefahren, um eine Ballettstunde für die Anfänger im Alter von 5 bis 10 Jahre zu geben. Ich habe mich so gefreut, dass Allison mich gefragt hat, eine Stunde zu unterrichten. Es war ein bisschen holprig am Anfang, da ich die Kinder hier noch nicht kenne und ich zusammen mit Lola unterrichtet habe, aber wir haben es gepackt. Die Mädels hatten trotzdem Spaß und es war echt schön wieder im Ballettunterricht zu stehen.                                                                      Nach dem Unterricht habe ich noch selbst am Contemporary, African Contemporary und Hip-Hop-Unterricht teilgenommen. Es macht mir so viel Spaß, diese anderen Stilrichtungen ausprobieren zu dürfen. Nach dem Training ging es dann zurück. Später in der Hitze bin ich und eine weitere Freiwillige die Lower Main Road herunter gelaufen und wir sind durch die Läden gebummelt. Leider waren wir nicht erfolgreich. Es war trotzdem sehr schön wir haben viel gequatscht und das schöne Wetter genossen. Später habe ich mit den Anderen noch das Nachtleben in Kapstadt erkundet.

Mein 1. Ballettunterricht
Vintage Laden in der Lower Main Road

Sonntag, den 06.02., habe ich ganz entspannt begonnen, obwohl ich früh aufgewacht bin. Ich habe mich in unserem Innenhof in die Sonne gesetzt und gewartet, bis alle ausgeschlafen haben. Unsere Pläne haben sich spontan geändert, ursprünglich stand Strand auf dem Plan, aber da es etwas frischer war, haben wir uns entschieden, nach Bo-Kaap zu fahren. Es ist bekannt für seine bunt gestrichenen Häuser, die sehen so wunderschön aus und durch die Sonne treten die Farben echt knallig hervor. Danach haben wir uns noch in ein Café/ Restaurant auf einen Milchshake und was Kleines zu essen gesetzt. Ich habe Ma Se Malva probiert, das ist ein südafrikanischer traditioneller Kuchenbiskuit mit Sirup und in Vanillepudding getränkt. Super lecker! Innen war es total fluffig und außen leicht knusprig. Ich kann nur empfehlen, den mal auszuprobieren, wenn man Dessert mag.

Bo-Kaap
Ma Se Malva

Das war meine Woche mit verrücktem Wetter, leckerem Essen und vielen neuen Leuten. Ich hoffe, eure Woche war auch sehr schön und das Wetter ist nicht all zu grau bei euch.

Ich lasse mit Sicherheit nächste Woche wieder von mir hören, bis dann!

Ruth

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